LMH Onken
Ein klassisches Onken-Bassreflexsystem.
Großes Volumen, großzügige Portfläche und kontrollierte Tieftonwiedergabe – präzise umgesetzt in der LMH-Manufaktur.
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Geringe akustische Kompression
Durch das große Innenvolumen und die großzügige Portauslegung arbeitet das System mit sehr geringer akustischer Kompression.
Der Tiefton bleibt auch bei höheren Pegeln frei, unverkrampft und dynamisch, ohne den „stauenden“ Charakter kompakter Bassreflexgehäuse.
Stabile Abstimmung ohne Überdämpfung
Das Onken-Prinzip benötigt keine starke Bedämpfung, um kontrolliert zu arbeiten.
Die Abstimmung erfolgt primär über Geometrie und Volumen, nicht über absorbierende Materialien.
Das Ergebnis ist ein schneller, klar strukturierter Bass mit hoher Impulstreue.
Ideal kombinierbar mit Hornsystemen
Durch seinen hohen Wirkungsgrad und die saubere Grundtonstruktur lässt sich ein Onken-System nahtlos mit Hornlautsprechern kombinieren.
Es ergänzt Hornsysteme ohne tonale Brüche oder dynamische Einschränkungen.
Alle diese Aspekte greifen ineinander und bilden die Grundlage des Onken-Konzepts.
Konzept
Das Onken-Prinzip ist eine spezielle Form der Bassreflexauslegung, bei der großes Gehäusevolumen und sehr große Portfläche gezielt kombiniert werden.
Im Gegensatz zu kompakten Bassreflexgehäusen arbeitet ein Onken-System mit niedriger Luftgeschwindigkeit im Port und geringer akustischer Kompression.
Ziel dieses Prinzips ist nicht maximale Tiefbassausdehnung auf dem Papier, sondern ein tragfähiger, strukturierter Tiefton mit hoher Stabilität und sauberem Zeitverhalten.
Der Tieftöner kann durch das große Volumen mit geringerer Membranauslenkung arbeiten, was Verzerrungen reduziert und die Impulswiedergabe verbessert.
Charakteristisch für das Onken-System sind mehrere breite Schlitzports, die eine strömungsarme Ankopplung an die Umgebung ermöglichen.
Im Arbeitsbereich entsteht ein Bass, der frei, kontrolliert und unverkrampft wirkt – ohne Aufdickung oder Kompression bei höheren Pegeln.
Portgeometrie nach definierter Abstimmung
Die Abstimmung folgt dem Helmholtz-Prinzip. Vereinfacht gilt:
Dabei ist Sport die gesamte Portfläche (Summe aller Schlitzports), Vbox das Netto-Volumen und Leff die effektive Portlänge inklusive Endkorrekturen.
Die Onken-typisch große Portfläche reduziert Strömungsgeschwindigkeit und Kompression – erfordert aber eine entsprechend definierte Portlänge und saubere Übergänge, um die gewünschte Abstimmung reproduzierbar zu erreichen.
Historisch wurde das Onken-Prinzip vor allem in Verbindung mit hochwertigen 12″- und 15″-Treibern eingesetzt und häufig mit Hornsystemen kombiniert.
Die hohe Effizienz und die saubere Grundtonstruktur machen das System besonders geeignet als Bass- oder Bass-/Grundtonbasis in klassischen Mehrweg-Konzepten.
Die LMH-Interpretation des Onken-Prinzips setzt bewusst auf definierte Geometrien und reproduzierbare Auslegung.
Volumen, Portfläche und Abstimmung folgen einer klaren akustischen Logik und werden nicht frei skaliert. So entsteht ein System, das sich kalkulierbar integrieren lässt und langfristig stabile Ergebnisse liefert.
Das Onken ist damit kein Effektgehäuse, sondern ein funktionales Werkzeug zur Realisierung von kontrolliertem, autoritärem Tiefton – ausgelegt für Substanz, nicht für Effekte.
Editionen
Das LMH Onken wird in drei definierten Ausführungen gefertigt.
Alle Editionen folgen demselben akustischen Grundprinzip. Der Unterschied liegt ausschließlich in der physikalischen Skalierung und dem vorgesehenen Einsatzbereich.
Alle drei Editionen sind wahlweise als Gehäuse oder als Komplettpaket inklusive Treiber erhältlich.
Die Treiber sind für das jeweilige Volumen und die Portgeometrie ausgewählt und werden projektbezogen final abgestimmt.
Onken · 12″ Edition
Die 12″ Edition ist als wohnraumtaugliche Onken-Auslegung konzipiert.
Sie verbindet die typische Onken-Charakteristik mit moderaten Abmessungen und eignet sich für klassische Wohnräume und mittlere Hörabstände.
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Großes Volumen bei noch kompakter Bauform
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Schneller, präziser Bass mit hoher Kontrolle
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Ideal kombinierbar mit Horn- und Hochwirkungsgrad-Systemen
Onken · 15″ Edition
Die 15″ Edition folgt der klassischen Onken-Dimensionierung.
Sie bietet deutlich mehr Volumen und Portfläche und entfaltet ihre Stärken in größeren Räumen und bei höheren Pegelanforderungen.
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Sehr geringe Portkompression durch große Portfläche
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Autoritärer, souveräner Tiefton mit hoher Belastbarkeit
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Besonders geeignet als Bass- oder Bass-/Grundtonbasis
Onken · 21″ Edition
Die 21″ Edition ist die großformatige Onken-Auslegung für Anwendungen mit sehr hohem Pegelbedarf und großen Räumen.
Sie ist nicht auf maximale Tiefbasszahlen optimiert, sondern auf Dynamikreserve, Kontrolle und geringe Kompression bei realistischen Lautstärken.
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Sehr großes Volumen und extrem niedrige Portbelastung
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Hohe Dynamikreserve bei minimaler Membranauslenkung
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Geeignet für sehr große Hörräume, Studios oder hybride PA/HiFi-Anwendungen
Gemeinsame Basis
Alle Editionen basieren auf denselben konstruktiven Prinzipien:
Onken-typische großvolumige Bassreflexauslegung
Mehrere breite Schlitzports mit strömungsarmer Geometrie
Definierte Wandstärken und mechanisch ruhige Struktur
Reproduzierbare Auslegung statt freier Skalierung
Sondergrößen & Custom
Neben den definierten Editionen sind projektbezogene Sonderausführungen möglich.
Abweichende Volumina, Treiber oder Abstimmungen werden nicht frei skaliert, sondern auf Basis der Treiberparameter und des Einsatzbereichs gezielt ausgelegt.
Fertigung & Materialien
Die Fertigung des LMH-Eckhorns erfolgt vollständig in der LMH-Manufaktur und basiert auf einer klaren technischen Logik: mechanische Ruhe, reproduzierbare akustische Eigenschaften und strukturelle Integrität stehen im Vordergrund.
Alle konstruktiven und akustisch relevanten Bauteile werden zunächst CNC-gefräst und anschließend manuell finalisiert. Ziel ist nicht eine optische Oberflächenperfektion um jeden Preis, sondern eine präzise, reproduzierbare Umsetzung der akustischen Geometrie – denn schon Abweichungen im Millimeterbereich können Abstrahlverhalten und Basswiedergabe messbar beeinflussen.
Für Gehäuse und interne Hornführung werden hochwertige Holzwerkstoffe verwendet, insbesondere europäisches Buche-Multiplex und – je nach Ausführung – massives Holz. Diese Materialien bieten eine ausgewogene Kombination aus hoher mechanischer Steifigkeit und innerer Dämpfung, was in großvolumigen Hornkonstruktionen besonders vorteilhaft ist.
Für Kunden mit höchsten Ansprüchen ist dieses Classic-Modell auch in einer kompromisslosen Ausführung aus Panzerholz erhältlich – maximal in Materialgüte, mechanischer Ruhe und Langzeitstabilität, ohne Rücksicht auf Aufwand oder Gewicht.
Die Wandstärken sind bewusst großzügig ausgelegt. Masse und Steifigkeit dienen ausschließlich der Reduktion von Eigenresonanzen und der Schaffung einer mechanisch ruhigen Arbeitsumgebung für den Treiber und das eingeschlossene Luftvolumen. Resonanzen werden nicht elektronisch korrigiert, sondern konstruktiv vermieden.
Besonderes Augenmerk gilt der inneren Struktur des Eckhorns:
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Gefaltete Hornwege, Umlenkungen und Übergänge werden exakt nach CAD-Daten gefertigt.
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Kanten, Radien und Übergangsflächen sind so ausgelegt, dass unerwünschte Reflexionen und lokale Resonanzen minimiert werden.
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Versteifungen und interne Verbindungen sind funktional platziert und erhöhen die Struktursteifigkeit, ohne den akustischen Weg zu beeinträchtigen.
Oberflächen, Holzarten und konstruktive Details werden projektbezogen abgestimmt – nicht als Oberflächenmodifikation, sondern als integraler Bestandteil der funktionalen Auslegung.
Das Ergebnis ist ein Eckhorn, das sich nicht über Nostalgie oder optische Effekte definiert, sondern über akustische Substanz, technische Konsequenz und Langzeitstabilität.
Für wen ist die Onken gedacht?
Für Hörer, die:
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einen tragfähigen, kontrollierten Tiefton mit Struktur statt Effekt suchen
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Dynamik, Autorität und Ruhe höher bewerten als maximale Tiefbasszahlen
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ein hoch wirkungsgradstarkes Bass- oder Bass-/Grundtonsystem einsetzen möchten
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Wert auf geringe Kompression und sauberes Zeitverhalten legen
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ein definiert ausgelegtes Manufakturprodukt bevorzugen statt frei skalierter Lösungen
LMH Classic Line
Mittel-Hochtonhorn
Systemarchitektur
Die LMH Onken-Systeme werden in drei definierten Ausführungen gefertigt und sind wahlweise als reines Gehäuse oder als abgestimmtes Komplettsystem inklusive Tieftöner erhältlich.
In der Komplettausführung sind Treiber, Gehäusevolumen und Portgeometrie als Einheit ausgelegt und aufeinander abgestimmt.
Zum Einsatz kommen hochwertige Tieftöner in den Größenklassen 12″, 15″ und 21″, die gezielt für den Betrieb in großvolumigen, strömungsarmen Bassreflexsystemen ausgewählt werden.
Die Auswahl erfolgt nicht markengetrieben, sondern parameterbasiert – u. a. nach Resonanzfrequenz (Fs), Güte (Qts), äquivalentem Luftvolumen (Vas) und mechanischer Belastbarkeit.
In der Komplettausführung wird die Abstimmung projektbezogen finalisiert.
Abstimmfrequenz, Portlänge und Bedämpfung werden so gewählt, dass ein kontrollierter, strukturierter Tiefton entsteht, der sich nahtlos in hochwertige Mehrwegsysteme integrieren lässt.
Je nach Anwendung kann das Onken-System als reines Bassmodul oder als Bass-/Grundtonbasis eingesetzt werden.
Durch den hohen Wirkungsgrad und die saubere Grundtonstruktur ist die Kombination mit Hornsystemen im Mittel- und Hochtonbereich besonders naheliegend.
Das System ist bewusst nicht auf maximale Tiefbasszahlen optimiert, sondern auf Autorität, Kontrolle und reproduzierbares Zeitverhalten unter realen Betriebsbedingungen.
Die Onken arbeitet damit als funktionales Element innerhalb eines Gesamtsystems – nicht als Effektgehäuse.
Bei LMH folgt das Design konsequent der akustischen Funktion.
Materialwahl, Oberflächen und Konstruktion sind keine Dekoration, sondern integraler Bestandteil der mechanischen und akustischen Auslegung.
Vollholz – wo sinnvoll und dauerhaft stabil
Wo es konstruktiv und akustisch sinnvoll ist, fertigen wir Gehäuse auch aus ausgewählten Vollholzarten.
Zum Einsatz kommen ausschließlich Hölzer mit ausreichender Langzeitstabilität, definierter Dichte und guter innerer Dämpfung, z. B.:
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Buche
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Ahorn
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Eiche
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Esche
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Nussbaum
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ausgewählte tropische Harthölzer (projektabhängig)
Vollholz wird gezielt eingesetzt – nicht flächendeckend –, dort, wo Masse, Steifigkeit und Resonanzverhalten davon profitieren und klimatische Einflüsse beherrschbar bleiben.
Furnier auf Multiplex – technisch bevorzugte Lösung
In vielen Fällen ist furniertes Multiplex die akustisch und mechanisch überlegene Lösung.
Als Trägermaterial dienen hochwertige Buche- oder Birke-Multiplex-Grundplatten mit hoher Formstabilität und gleichmäßigem Resonanzverhalten.
Darauf kommen echte Echtholzfurniere in nahezu allen verfügbaren Holzarten – aus optischen Gründen, ohne die konstruktiven Vorteile des Multiplex aufzugeben.
Diese Bauweise bietet:
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hohe Dauerstabilität
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geringe Neigung zu Verzug und Rissbildung
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reproduzierbare akustische Eigenschaften
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freie Wahl der Holzoptik ohne konstruktive Nachteile
Furnier ist bei LMH kein Kompromiss, sondern eine bewusst eingesetzte High-End-Lösung.
Beizen & Holzoberflächen
Wo möglich, bleibt die natürliche Holzstruktur sichtbar.
Zum Einsatz kommen:
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transparente Beizen zur Betonung der Maserung
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Öl- und Hartwachs-Systeme für offene, lebendige Oberflächen
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seidenmatte Lacke mit geringer Schichtstärke
Oberflächen werden projektbezogen auf Holzart, Geometrie und akustische Zielsetzung abgestimmt.
Lackierung (optional)
Wo es gestalterisch oder konzeptionell sinnvoll ist, sind auch vollständig lackierte Ausführungen möglich.
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Farbwahl in nahezu allen RAL-Farbtönen
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deckende oder seidenmatte Ausführung
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mehrschichtiger, mechanisch stabiler Lackaufbau
Lackierung ist bei LMH keine Standardlösung, sondern eine bewusst gewählte Alternative zu Holz- oder Furnieroberflächen.
Projektbezogene Gestaltung
Jedes LMH-Produkt wird projektbezogen konfiguriert.
Holzart, Furnier, Beizung oder Lackierung sind integraler Bestandteil der Gesamtauslegung – nicht austauschbares Zubehör.
Ziel ist ein dauerhaft stabiles, mechanisch ruhiges und visuell ehrliches System, das dem jeweiligen Lautsprecher- oder Gehäusekonzept gerecht wird.
System
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Großvolumiges Onken-Bassreflexsystem
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Ausgelegt als Bass- oder Bass-/Grundtonmodul
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Fokus auf geringe Kompression, hohen Wirkungsgrad und stabiles Zeitverhalten
Editionen
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12″ Edition – wohnraumtaugliche Onken-Auslegung
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15″ Edition – klassische Onken-Dimensionierung
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21″ Edition – großformatige Auslegung für hohe Pegelanforderungen
Treiberbestückung
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Tieftöner in 12″ / 15″ / 21″
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Projektbezogene Treiberauswahl in Abstimmung mit dem Kunden
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Technisch geeignete Treibervorschläge durch LMH auf Basis der Einsatzanforderungen
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Wahlweise als Fertiggehäuse oder Komplettsystem inkl. Treiber
Abstimmung
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Klassische Onken-Abstimmung mit sehr großer Portfläche
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Mehrere breite Schlitzports
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Strömungsarm, kompressionsfrei im Arbeitsbereich
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Abstimmfrequenz treiber- und editionsabhängig
Betrieb
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Passiv oder aktiv einsetzbar
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Besonders geeignet für Hochwirkungsgrad- und Hornsysteme
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Sehr gut kombinierbar mit Röhren- und Low-Power-Verstärkern
Konstruktive Merkmale
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Großes Netto-Innenvolumen
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Definierte Wandstärken
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Mechanisch ruhige, resonanzarme Struktur
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Reproduzierbare Geometrie
Abmessungen & Gewicht (typische Ausführung, ca.)
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12″ Edition: ca. 56 × 66 × 79 cm (B × H × T), 60–85 kg
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15″ Edition: ca. 66 × 81 × 89 cm (B × H × T), 90–130 kg
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21″ Edition: ca. 86 × 106 × 104 cm (B × H × T), 140–220 kg
Abmessungen und Gewicht variieren je nach Treiberwahl, Abstimmung, Portgeometrie, Wandstärken und Oberfläche.
Preise
Gehäuse: ab 2.000 € pro Stück
Komplettsysteme: ab 6.500€ pro Paar
Die Preisgestaltung richtet sich nach Ausführung, Edition, Holzart und technischer Konfiguration.
Anfrage & Konfiguration
Jedes Onken Gehäuse wird projektbezogen gefertigt.
Nach Ihrer Anfrage besprechen wir Ausführung, Oberfläche und technische Optionen und erstellen ein unverbindliches Angebot.