LMH Schmackshorn
Mehrfach gefaltetes Horn für präzisen, dynamischen Bass.
Das Schmackshorn nutzt einen definierten, mehrfach gefalteten Hornweg, um eine große effektive Hornlänge in einem kompakten Gehäuse zu realisieren.
Durch die kontrollierte Schallführung entsteht hoher Wirkungsgrad, stabile Dynamik und ein tragfähiger Hornbass.
Ohne Effekthascherei, ohne künstliche Tieftonüberhöhung.
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Direkt & kontrolliert
Das Schmackshorn mit echter akustischer Ladung. Kurze Einschwingzeiten und eine klare Kontur im Oberbass.
Das Ergebnis ist ein trockener, impulsfester Bass, der nicht aufbläht, sondern Rhythmus, Timing und Struktur sauber abbildet.
Hoher Wirkungsgrad
Durch das Hornprinzip erreicht das Schmackshorn hohe Pegel bei geringer Verstärkerleistung.
Es harmoniert hervorragend mit:
Freie Aufstellung
Im Gegensatz zu klassischen Eckhörnern benötigt das Schmackshorn keine feste Raumecke.
Die kontrollierte Abstrahlung erlaubt eine flexible Platzierung im Raum, ohne den Basscharakter zu verlieren.
Alle diese Aspekte greifen ineinander und bilden die Grundlage des Schmackshorn-Konzepts.
Konzept
Das Schmackshorn ist ein mehrfach gefaltetes Hornlautsprechersystem, bei dem der Schall des Tieftontreibers nicht direkt in den Raum abgestrahlt wird, sondern über einen definierten, mehrfach umgelenkten Hornweg geführt wird.
Durch diese Faltung lässt sich eine große effektive Hornlänge in einem vergleichsweise kompakten Gehäusevolumen realisieren.
Die mehrfache Faltung des Hornkanals erfüllt dabei eine zentrale akustische Funktion:
Sie verlängert den Schallweg, kontrolliert die Expansion des Horns und ermöglicht eine effiziente Kopplung des Tieftons an die Luft, ohne dass ein großvolumiges, freistehendes Horn erforderlich ist. Der Treiber arbeitet mit geringerer Membranauslenkung, was Verzerrungen reduziert und die Impulswiedergabe stabilisiert.
Im Gegensatz zu einfach gefalteten Konstruktionen ist der Hornverlauf beim Schmackshorn gezielt segmentiert. Umlenkungen, Querschnittsverläufe und Übergänge folgen einer klar definierten geometrischen Logik, um Reflexionen und Strömungsstörungen zu minimieren. Jede Faltung ist Bestandteil der akustischen Funktion – nicht des Layouts.
Mehrfach gefaltete Hornsysteme stellen hohe Anforderungen an Geometrie und Präzision, da bereits geringe Abweichungen im Hornverlauf das Abstrahlverhalten und die Tonalität beeinflussen können. Entsprechend konsequent wird das Schmackshorn bei LMH CAD-basiert ausgelegt und geometrisch exakt umgesetzt.
So entsteht ein Hornlautsprechersystem, das die Vorteile der mehrfachen Faltung gezielt nutzt:
hoher Wirkungsgrad, kontrollierte Abstrahlung und ein tragfähiger, präziser Tiefton – realisiert in einer kompakten, mechanisch ruhigen Struktur.
Das Schmackshorn ist damit keine stilistische Spielart, sondern eine funktionale Lösung zur Umsetzung effizienter Horntechnik im wohnraumtauglichen Format.
Fertigung & Materialien
Die Fertigung des Schmackshorns erfolgt vollständig in der LMH-Manufaktur.
Alle akustisch und mechanisch relevanten Bauteile werden CAD-basiert konstruiert, präzise CNC-gefräst und anschließend manuell finalisiert. Ziel ist eine reproduzierbare Umsetzung der komplexen Horngeometrie – konstruktive Genauigkeit statt dekorativer Vereinfachung.
Mehrfach gefaltete Hornsysteme stellen besonders hohe Anforderungen an Materialqualität und mechanische Stabilität. Umlenkungen, Querschnittsverläufe und Übergänge müssen exakt ausgeführt werden, da bereits geringe Abweichungen zu unerwünschten Reflexionen, Strömungsgeräuschen oder tonalen Unsauberkeiten führen können.
Aus diesem Grund setzt LMH auf hochwertige Holzwerkstoffe, insbesondere europäisches Buche-Multiplex bis 30mm sowie – je nach Ausführung – massives Holz. Diese Materialien bieten eine ausgewogene Kombination aus hoher Steifigkeit und innerer Dämpfung und sind für komplexe, gefaltete Hornstrukturen besonders geeignet.
Die Wandstärken sind bewusst großzügig dimensioniert.
Masse und Steifigkeit dienen ausschließlich der Reduktion von Eigenresonanzen und der Schaffung einer mechanisch ruhigen Arbeitsumgebung für den Treiber und die eingeschlossene Luftsäule. Resonanzen werden nicht elektronisch korrigiert, sondern konstruktiv vermieden.
Besonderes Augenmerk gilt der inneren Struktur des Schmackshorns:
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die einzelnen Faltungen sind exakt geführt und geometrisch definiert
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Übergänge zwischen den Segmenten sind strömungsoptimiert ausgeführt
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Versteifungen und Verbindungselemente sind funktional platziert, ohne den Hornverlauf akustisch zu beeinträchtigen
Oberflächen, Holzarten und konstruktive Details werden projektbezogen abgestimmt. Dabei steht nicht nur optische Variabilität im Vordergrund, sondern auch eine funktional konsistente Ausführung, angepasst an Einsatzumgebung und akustische Zielsetzung.
Das Ergebnis ist ein mechanisch stabiles, resonanzarmes Hornlautsprechersystem, das die Vorteile der mehrfachen Faltung konsequent nutzt und langfristig reproduzierbare akustische Ergebnisse liefert – sachlich, präzise und ohne Kompromisse bei der Substanz.
Für wen ist das Schmackshorn gedacht?
Für Hörer, die:
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echten Hornbass suchen
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Dynamik und Präzision höher bewerten als Tiefstfrequenz-Effekte
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ein flexibles, raumtaugliches Hornkonzept einsetzen möchten
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ein konsequent gefertigtes Manufakturprodukt erwarten
LMH Classic Line
Mittel-Hochtonhorn
Systemarchitektur
Das Schmackshorn ist ein klassisches Back-Loaded Hornlautsprechersystem, dessen akustische Funktion auf der kontrollierten Ankopplung des Treibers an einen gefalteten Hornkanal basiert.
Im Zentrum steht die Nutzung der Hornwirkung zur effizienten Schallabstrahlung im unteren und mittleren Frequenzbereich.
Das System ist konstruktiv nicht auf einen einzelnen Einsatzbereich festgelegt.
Je nach Treiberwahl und Auslegung kann das Schmackshorn sowohl als Breitband-Hornsystem als auch als tieftonunterstütztes Hornsystem betrieben werden. Die akustische Charakteristik ergibt sich dabei aus dem Zusammenspiel von Treiberparametern, Horngeometrie und der resultierenden akustischen Last.
Im Gegensatz zu klassischen Direktstrahler- oder Bassreflexsystemen erfolgt die Tieftonwiedergabe nicht über ein abgestimmtes Gehäusevolumen, sondern über die Hornexpansion und die definierte Schallführung innerhalb des Hornkanals.
Diese Arbeitsweise ermöglicht eine effiziente, dynamisch stabile Wiedergabe mit kontrolliertem Impulsverhalten.
In breitbandigen Konfigurationen unterstützt das Hornprinzip insbesondere die Wiedergabe im grundton- und bassrelevanten Bereich, während der Treiber den oberen Frequenzbereich direkt abstrahlt.
Bei tieftonorientierten Auslegungen wird das System gezielt auf eine verstärkte Basskopplung ausgelegt.
Die konkrete Systemabstimmung erfolgt bei LMH konsequent systembezogen.
Entscheidend sind hierbei nicht klassische Gehäuseparameter, sondern die Wechselwirkungen zwischen Treiber, Hornkontur, Hornlänge und der mechanischen Integration.
Das Schmackshorn ist kein Effektgehäuse, sondern ein funktional ausgelegtes Hornsystem, dessen Leistungsfähigkeit unmittelbar aus der akustischen Kopplung und der physikalischen Arbeitsweise des Hornprinzips resultiert.
Bei LMH folgt das Design konsequent der akustischen Funktion.
Materialwahl, Oberflächen und Konstruktion sind keine Dekoration, sondern integraler Bestandteil der mechanischen und akustischen Auslegung.
Vollholz – wo sinnvoll und dauerhaft stabil
Wo es konstruktiv und akustisch sinnvoll ist, fertigen wir Gehäuse auch aus ausgewählten Vollholzarten.
Zum Einsatz kommen ausschließlich Hölzer mit ausreichender Langzeitstabilität, definierter Dichte und guter innerer Dämpfung, z. B.:
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Buche
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Ahorn
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Eiche
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Esche
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Nussbaum
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ausgewählte tropische Harthölzer (projektabhängig)
Vollholz wird gezielt eingesetzt – nicht flächendeckend –, dort, wo Masse, Steifigkeit und Resonanzverhalten davon profitieren und klimatische Einflüsse beherrschbar bleiben.
Furnier auf Multiplex – technisch bevorzugte Lösung
In vielen Fällen ist furniertes Multiplex die akustisch und mechanisch überlegene Lösung.
Als Trägermaterial dienen hochwertige Buche- oder Birke-Multiplex-Grundplatten mit hoher Formstabilität und gleichmäßigem Resonanzverhalten.
Darauf kommen echte Echtholzfurniere in nahezu allen verfügbaren Holzarten – aus optischen Gründen, ohne die konstruktiven Vorteile des Multiplex aufzugeben.
Diese Bauweise bietet:
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hohe Dauerstabilität
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geringe Neigung zu Verzug und Rissbildung
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reproduzierbare akustische Eigenschaften
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freie Wahl der Holzoptik ohne konstruktive Nachteile
Furnier ist bei LMH kein Kompromiss, sondern eine bewusst eingesetzte High-End-Lösung.
Beizen & Holzoberflächen
Wo möglich, bleibt die natürliche Holzstruktur sichtbar.
Zum Einsatz kommen:
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transparente Beizen zur Betonung der Maserung
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Öl- und Hartwachs-Systeme für offene, lebendige Oberflächen
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seidenmatte Lacke mit geringer Schichtstärke
Oberflächen werden projektbezogen auf Holzart, Geometrie und akustische Zielsetzung abgestimmt.
Lackierung (optional)
Wo es gestalterisch oder konzeptionell sinnvoll ist, sind auch vollständig lackierte Ausführungen möglich.
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Farbwahl in nahezu allen RAL-Farbtönen
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deckende oder seidenmatte Ausführung
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mehrschichtiger, mechanisch stabiler Lackaufbau
Lackierung ist bei LMH keine Standardlösung, sondern eine bewusst gewählte Alternative zu Holz- oder Furnieroberflächen.
Projektbezogene Gestaltung
Jedes LMH-Produkt wird projektbezogen konfiguriert.
Holzart, Furnier, Beizung oder Lackierung sind integraler Bestandteil der Gesamtauslegung – nicht austauschbares Zubehör.
Ziel ist ein dauerhaft stabiles, mechanisch ruhiges und visuell ehrliches System, das dem jeweiligen Lautsprecher- oder Gehäusekonzept gerecht wird.
System
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Mehrfach gefaltetes Hornlautsprechersystem zur freien Aufstellung
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Ausgelegt als Basshorn-Basis mit hoher Effizienz
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Optional als Vollbereichshorn nutzbar (treiberabhängig)
Treiberbestückung
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8″-Treiberklasse als primäre Auslegung (Basshorn)
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Projektbezogene Treiberauswahl in Abstimmung mit dem Kunden
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Technisch geeignete Treibervorschläge durch LMH je nach Ziel:
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Basshorn-Betrieb (Tiefton/Grundton als Hornbasis)
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Vollbereich-Betrieb mit passendem Breitbänder (als Vollbereichshorn)
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Wahlweise als Fertiggehäuse oder Komplettsystem inklusive Treiber
Hornführung & Abstimmung
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Mehrfach gefalteter Hornweg zur Realisierung großer effektiver Hornlänge im Gehäuse
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Geometrie und Umlenkungen so ausgelegt, dass Reflexionen/Strömungsstörungen minimiert werden
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Abstimmung abhängig von Treiberparametern und Zielsetzung (Basshorn vs. Vollbereich)
Betrieb
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Passiv oder aktiv realisierbar (systemabhängig)
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Besonders geeignet für Hochwirkungsgrad-Setups
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Je nach Auslegung integrierbar als Bass-/Grundtonbasis oder als Vollbereichslösung
Konstruktive Merkmale
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Definierte interne Horngeometrie, CNC-präzise umgesetzt
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Mechanisch ruhige, resonanzarme Struktur
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Reproduzierbare Fertigung statt freier Skalierung
Abmessungen & Gewicht
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BxHxT: 78 x 102 (plus HF horn / top section) x 62cm
- Gewicht: ca. 90-110kg
Weitere Daten auf Anfrage (passend zur konkreten Konfiguration)
Preise
Gehäuse: ab 4.000 € pro Stück
Komplettsysteme: ab 9.500€ pro Paar
Die Preisgestaltung richtet sich nach Ausführung, Edition, Holzart und technischer Konfiguration.
Anfrage & Konfiguration
Jedes Schmackshorn wird projektbezogen gefertigt.
Nach Ihrer Anfrage besprechen wir Ausführung, Oberfläche und technische Optionen und erstellen ein unverbindliches Angebot.